© Irina Meliukh/Shutterstock.com
Warum an KArfreitag traditionell Fisch gegessen wird
Die Tradition, an Karfreitag Fisch zu essen, hat ihre Wurzeln im christlichen Glauben und in alten religiösen Praktiken. Karfreitag ist der Tag, an dem das Leiden und der Tod Jesu Christi am Kreuz gefeiert werden. In vielen christlichen Traditionen wird dieser Tag als Fastentag begangen, an dem auf Fleisch verzichtet wird, um Buße zu tun und sich an das Opfer Jesu zu erinnern.
Fleisch galt im Mittelalter und auch in vielen traditionellen Kulturen als ein Nahrungsmittel, das mit Festen und Wohlstand assoziiert wurde. Daher wurde es an Fastentagen oder in Zeiten der Trauer vermieden, um sich von weltlichen Genüssen zu distanzieren und sich spirituell zu besinnen. Fisch hingegen galt als eine "leichte" und bescheidene Nahrungsquelle, die oft als Fastenfood angesehen wurde, da er nicht als "Fleisch" im klassischen Sinne betrachtet wurde und auch in der Bibel eine besondere Bedeutung hat. Zum Beispiel gibt es im Neuen Testament mehrere Geschichten, in denen Fisch eine Rolle spielt (z. B. das Wunder der Speisung der 5000 mit Fisch und Brot).
So wurde es über die Jahrhunderte hinweg zur Tradition, an Karfreitag Fisch zu essen, da er als eine angemessene Mahlzeit im Einklang mit den Fastenregeln und der spirituellen Bedeutung des Tages gilt. In vielen katholischen und orthodoxen Kirchen sowie in vielen anderen christlichen Gemeinschaften bleibt diese Tradition bis heute bestehen.
Diesen Artikel kommentieren